Der größte Irrtum über den Meniskus: „Das geht auch ohne Operation“.

Wir möchten Sie aufklären. Ein instabiler Meniskusriss führt in fast allen Fällen zu Knorpelschäden, einem meist irreparablen Gelenkflächenschaden. Die Folge dieser Gelenkflächenschäden sind Dauerschmerzen, Schwellneigungen und Bewegungseinschränkungen in den betroffenen Gelenken die schließlich die Lebensqualität und Belastbarkeit der Menschen derartig einschränken, dass schließlich zur Behandlung der Gelenkflächenersatz (Gelenkprothese) erforderlich wird.

Der Meniskus ist eine knorpelige, halbmondförmige Scheibe die zwischen den belasteten Gelenkflächen liegt, ähnlich wie z.B. ein Simmerring in einem Motorgetriebe. Der Innenmeniskus liegt innenseitig, der Außenmeniskus außen zwischen den Gelenkflächen des Kniegelenkes und steht somit beim Stehen und Gehen unter Belastungen. Jede Unebenheit der spiegelglatten Oberfläche der Meniskusscheibe führt unweigerlich zu mechanischen Schäden an den ebenfalls spiegelglatten, knorpeligen Gelenkflächen. Ein defekter Simmerring oder Kolbenring wird schnellstens ausgetauscht, damit Motor oder Getriebe keinen Schaden nimmt. Bei Menschen wird aus verschiedensten Gründen viel zu oft davon abgesehen, den Meniskus in Ordnung zu bringen. In diesen Fällen wird der Gelenkschaden billigend in Kauf genommen.

  • Intakter Kolben und Kolbenringe
  • Ausbrüche am Kolben durch defekten Ring

  • Meniskus im Kniegelenk
  • verschiedene Rissformen des Meniskus


In der Sportklinik Duisburg schauen die Operateure auf insgesamt über 25.000 arthroskopische Operationen an Kniegelenken zurück. Die Operationen erfolgten nicht aus Willkür, sondern weil die Ärzte von den schmerzgeplagten Patienten darum gebeten wurden und die Operationen medizinisch erforderlich waren. In zu vielen Fällen hatten sich bereits zum Operationszeitpunkt erste Knorpelschäden gezeigt, konnte durch die Operation der Schaden nur noch begrenzt werden. In der Sportklinik Duisburg ist Herr Dr. Neuhäuser der Spezialist für die operative Versorgung mit künstlichen Gelenkflächen, steht somit am Ende einer solchen Schadensentwicklung. Er weiß allzu gut, wie heftig der Einschnitt in das Privat-und Berufsleben der betroffenen Patienten ist und wie hoch der Preis für die ganze Gesellschaft durch langjährige und kostspielige Behandlungskosten, Arbeitsunfähigkeitszeiten und den häufigen Verlust der Berufsfähigkeit.

  • Kniegelenkprothese

Mit nachfolgenden Bildern wollen wir zeigen, dass die Gelenkflächen in der Kontaktzone eines Meniskusriss schnell und tiefe Knorpelschäden entwickeln. Das Beispiel zeigt die Befunde bei einem 50-jährigen Fleischer, der in seiner Freizeit Halbmarathonlauf lief. Nur 8 Wochen nach dem plötzlichen Schmerzereignis finden wir direkt über dem Meniskusriss die frischen Knorpelausbrüche aus der Gelenkfläche. Wir wissen trotz adäquater Therapie heute nicht, ob dieser Mann jemals seinen Beruf wieder wettbewerbsfähig ausführen kann. Zu einem Marathon wird es wohl nie mehr reichen. Eine frühzeitige Operation hätte ihn vor dem Knorpelschaden sicher bewahrt.

  • Arthroskopisches Bild in einem Kniegelenk mit Meniskus-und korrespondierendem Knorpelschaden

Video von der Operation:



Weitere Bilder der Operation:

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